SAR-Helikopter: 50 000 Einsätze seit 1973 

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Ursprünglich war er als militärisches "Wegwerf- und Verbrauchsgerät" für den Vietnamkrieg in Großserie gebaut worden. Mehr als 30 Jahre danach gilt der leichte Mehrzweckhubschrauber 
Bell UH-1 D jedoch als eines der meistgebauten, langlebigsten und sichersten Luftfahrzeuge der Welt.
   Er hat sogar den legendären Passagier- und Truppentransporter Douglas DC-3 ("Dakota"), von dem mehr als 12 000 Exemplare gebaut worden waren, weit hinter sich gelassen. 

Foto:helipage.de -SAR Rettungshubschrauber Bell UH-1D
Um die Jahrhundertwende war die "Huey", wie die Amerikaner via Verballhornung der Typenbezeicnnung ihr fliegendes Arbeitspferd nennen, immer noch in den Heeren und Luftwaffen von 30 Staaten eingesetzt.
   Die Bundeswehr führte den "Teppichklopfer", wie der Bell-Hubschrauber wegen seines charakteristischen unangenehmen Rotorlärms in Deutschland genannt wird, im Jahr 1967 ein. 352 Exemplare wurden für das Heer (zwei Drittel) und die Luftwaffe (ein Drittel) bei der Firma Dornier in Oberpfaffenhofen/Bayern gebaut.
   Viele wurden in der militärischen und zivilen Luftrettung (SAR = Search and Rescue = Suchen und Retten) eingesetzt.
   In Hamburg startete der erste SAR-Helikopter am 16. Juli 1973. Seither hat "SAR 71", so der Funksprechcode des im Bundeswehrkrankenhaus in Wandsbek stationierten alarmbereiten SAR-Hubschraubers, an die 50 000 Einsätze geflogen und zahllosen Menschen Leben und Gesundheit gerettet.
   Die Bell UH-1 machte im Jahr 1956 als "Modell 214" im texanischen Luftfahrtunternehmen Bell ihren Erstflug. Der Typ wurde häufig verbessert und modifiziert.
 
 

Foto: Bundesministerium der Verteidigung - SAR Einsatz in Hamburg
 Die "Huey" hat das Bild des modernen Krieges verändert. Ohne sie wäre der Feldzug der Amerikaner in Vietnam, wo dieser Hubschrauber die meisten Einsätze aller Kampf- und Transportflugzeugtypen flog, nicht möglich gewesen.
   Die Bundeswehr will ihren Standardhubschrauber vom Jahr 2004 an endgültig außer Dienst stellen.

Dann soll der neue mittlere Transporthubschrauber NH 90 eingesetzt werden, der aber wesentlich größer und schwerer als der alte "Teppichklopfer" ist und daher im SAR-Geschäft, das sich in engen Straßen und hindernisreichem Gelände abspielt, kaum Chancen haben wird.
   Die UH-1-D-Flotte der Bundeswehr ist inzwischen stark geschrumpft. Die mehr als 30 Jahre alten Maschinen verschlingen für Reparatur und Wartung große Summen.
   Viele Helikopter mussten "kannibalisiert" werden, um Ersatzteile zu gewinnen.
   Auslandseinsätze unter hoher Belastung, besonders die Operationen im afrikanischen und asiatischen Wüstensand, der die empfindlichen Triebwerke ruiniert, fordern ihren Tribut. Die Klarstände in den Geschwadern sinken immer weiter ab.
   Aber die UH-1 D wird weltweit noch mindestens acht bis zehn Jahre im Dienst bleiben. (sti) 

Quelle: Abendblatt

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